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GESCHICHTE VON ZAKOPANE
Im 12. und 13. Jahrhundert war die Tatra und die ganze Podhale-Region ein königliches Eigentum. Über die Polnische Tatra
verwaltete der landrat von Nowy Targ und über das Gut am Dunajec-Fluß der Landrat von Czorsztyn. Die Slowakische Tatra samt
Orava, Liptov und Zips gehörte dem ungarischen König.
Die Bezeichnung Zakopane erschien bereits im Dokument des Königs Sigismund II Wasa vom 20. April 1630. Ihre Herkunft ist mit
dem Wort "Kopane" ("Rodeland") verbunden und lautete ursprünglich "Hinter dem Rodeland" (poln. Za Kopane).
Die ersten Ansiedler im Bereich des heutigen Zakopane waren Bauern und Bürger, die sich vor dem Ärger der Herren und Geistigen
verstecken wollten. Sie haben dem König Michal Korybut Wisniowiecki Privilegienpapiere zur Bewilligung vorgelegt, nach denen
ihre Vorfahren bereits im Jahre 1578 vom König Stefan Batory erhalten hatten. Michal Korybut Wisniowiecki hatte wohl die
Richtigkeit dieser Dokumente nicht geprüft und bestätigte im Jahre 1670 die Rechte der Dorfeinwohner.
Spätere Geschichte Zakopanes ist mit Lagerstätte von Eisenerz, Gold, Silber und Kupfer verbunden. Mitte des 18. Jahrhunderts
entstand im nahe gelegenen Kuznice ein Hüttenwerk zur Verarbeitung von Eisenerz, das in der Tatra gefördert wurde. Dort befand
sich auch der Hof der Besitzer, in dem viele Reisende empfangen wurden. So wurde der Reiz des nahe gelegenen Talkessels mit dem
Ort Zakopane bekannt. Im 19. Jahrhundert wurde Zakopane als Luftkurort und Reiseziel für Erholungssuchende und Touristen
berühmt. 1845 wurde im Dorf eine Pfarre gegründet, und zwei Jahre später kam der erste der später berühmt gewordenen Bewohner
von Zakopane - Pfarrer Jozef Stolarczyk. Er überredete die Bergbewohner (die Goralen), den Sommergästen ihre Zimmer zur
Verfügung zu stellen. Erst später wurden Häuser gebaut, die speziell für Reisende bestimmt waren.
Die Entwicklung der Ortschaft ist mit der Entstehung der Tatra-Gesellschaft (1872) und der Tätigkeit von Dr. Tytus Chalubinski
verbunden, dem "Entdecker von Zakopane" und "König der Tatra". 1886 erhielt die Ortschaft den Status eines klimatischen
Luftkurortes. Die Stadtrechte bekam Zakopane im Jahr 1933. In der dreißiger Jahren gab es in Zakopane bis 60 Tausend Gäste.
Am 1. September 1939 wurde Zakopane durch Nazis besetzt. Um nach zakopane zu kommen, waren spezielle Passierscheine
erforderlich. Über die Tatra führte eine Kurierroute in die Slowakei und nach Ungarn. Bergführer und Skimeister brachten
Meldungen, Druckblätter, Geld und Waffe über die Grenze, sowie führten junge Leute, die sich in Frankreich in der polnischen
Armee organisieren wollten. Viele von diesen Helden zahlten den höchsten Preis dafür, wie die 23-jährige Helena Marusarzowna,
die ausgezeichnete polnische Skifahrerin der Vorkriegsjahre, die durch die Gestapo gefoltert und dann erschossen wurde.
Im Jahre 1962 wurde zakopane wieder zum Veranstalter der Weltmeisterschaften im klassischen Skifahren (zum ersten Mal im Jahre
1929, dann 1939). 1997 besuchte zakopane der Papst Johannes Paul II.
Zur Zeit zählt Zakopane 30 tausend Einwohner. Die Stadt ist Sitz des Tatra-Landkreises. Jedes Jahr besuchen die Stadt über 3
Millionen Touristen.
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